Giersch


Noch ist der Winter nicht vorbei, es ist Ende Februar und die ersten relativ milden Tage sind da. Ich habe einen leichten Vorgeschmack auf den Frühling, wenn es endlich wärmer ist und alles  grün wird.

Grün, das ist das Stichwort, ich sehne die Tage herbei wo ich für meine Tiere wieder Futter finde, in einer großen Menge und Auswahl.

In den letzten Tagen zeigte sich aber schon eine vorwitzige Pflanze, so als könne sie es auch kaum erwarten an die frische Luft zu kommen: der Giersch.

Latein Aegopodium podagraria, ist er ein Doldenblütler, der bei den meisten Gartenbesitzern ein Fluch ist. Ich sehe in ihm einen Segen, denn wenn man sich einmal die Mühe macht und sich mit dieser Pflanze beschäftigt merkt man schnell wie toll dieses „gefürchtete Unkraut“ ist. Apropos Mühe, wer sich für Kräuter interessiert, dem wird es keine Mühe bereiten sich mit den Pflanzen zu beschäftigen.

Zurück zum Giersch. Er wächst eigentlich überall, solange nur der Boden relativ nährstoffreich ist. Seine unterirdischen Ausläufer lassen ihn bald große Flächen bedecken und einmal im Garten ist es sehr schwer ihn wieder loszuwerden.Ein dichter Gierschteppich aus vielen doppelt dreizählig gefiederten Blättern auf einem dreieckigen Stengel bedecken den Boden. Dieser dreieckige Stengel und der leichte Geruch nach Petersilie sind sein Markenzeichen, die den Giersch von seinen zum Teil giftigen Doppelgängern unterscheidet. Er kann bis zu 1 m hoch werden und hat große weiße – manchmal auch hellrosa – Blütendolden.

Die Wirkstoffe des Gierschs sind Ätherische Öle, Flavonoide, Phenolcarbonsäuren und ein hoher Kaliumgehalt aber auch Provitamin A, Vitamin C und Mineralsalze machen ihn als Tierfutter oder als Wildgemüse für uns Menschen so wertvoll.

Die Wirkungsweise als Heilpflanze soll entzündungshemmend und harntreibend sein. Junge Blätter kleingehackt unter das Hundefutter gemischt ist eine gesunde Kur bei Gelenkerkrankungen wie zum Beispiel bei Hüftgelenksdysplasie.

Gierschblätter können frisch oder getrocknet verfüttert werden – meine Kaninchen und Meerschweine liebe sie.

Und da es so reichlich von dieser gesunden Pflanze gibt, können wir uns die Blätter für Suppen, Brotaufstrich, Salate und Soßen ins Haus holen. Am besten die Blätter vor der Blüte ernten, da diese sonst zu hart werden.

Die Wurzel des Gierschs in nicht genießbar und auf Grund ihrer Inhaltsstoffe eventuell leicht giftig.

Also, mein Appell an alle Leser, seht den Giersch nicht mehr als gefürchtetes, lästiges Unkraut sondern als das was er ist, eine gesunde und wertvolle Bereicherung des Speiseplans – den unserer Tiere sowie auch den unseren.

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