Vogelmiere


Vogelmiere

 Eine weitere Pflanze, die so zart und zerbrechlich erscheint, aber der Kälte trotzt und schon bei wenigen Plusgraden wächst und blüht ist die Vogelmiere. Sie wächst fast überall und ist ein – wie der Name schon sagt – beliebtes Vogelfutter.

Durch ihre Heilwirkung und dem hohen Nährstoffgehalt sollte diese Pflanze nicht nur den Vögeln vorbehalten sein sondern ist eine prima Futterpflanze für unsere Nager und auch unseren Speiseplan bereichert diese kleine zarte Pflanze.

 Die Inhaltstoffe der Vogelmiere, Latein Stellaria media, sind Vitamine, hier vor allem ein hoher Vitamin C Gehalt, Mineralstoffe, Flavonoide, Cumarine, Saponine, ätherische Öle und Oxalsäure. Die Saponine und Oxalsäure bedingen allerdings, dass diese Pflanze nicht in sehr großen Mengen gefüttert werden sollte. Aus Oxalsäure in Verbindung mit Calcium entsteht Calciumoxalat und dieses wiederum ist ein Bestandteil von Nierensteinen, hierauf sollten besonders Kaninchenhalter achten. Des Weiteren blockiert Oxalsäure die Aufnahme von Calcium und Eisen aus der Nahrung.

Dies alles bedeutet aber nicht, dass auf eine Fütterung von oxalhaltigen Pflanzen, wie die Vogelmiere, verzichtet werden muss! Dafür ist diese kleine ausdauernde Pflanze zu wirkstoffreich und gesund, sie sollte, wie bereits oben erwähnt, nicht in großen Mengen verfüttert werden und bei einer abwechslungsreichen Fütterung sind keine Probleme zu erwarten. Einzige Ausnahme: Tiere, die Nierenstein belastet sind.

 Ihrer reichen Inhaltsstoffe ist es zu verdanken, das die Vogelmiere eines der perfekten Frühlingskräuter ist, sie stärkt, gibt Energie und hilft bei Mangelerscheinungen. Gerade nach der dunklen und kalten Jahreszeit hilft diese Pflanze den Stoffwechsel anzuregen um Giftstoffe und Schlacken abzubauen.

Die Saponine, die in der Vogelmiere vorhanden sind, wirken stärkend, entzündungshemmend, hormonstimulierend, harntreibend und schleimlösend. Eine weitere Eigenschaft der Saponine ist die Verbesserung der Aufnahme von Nährstoffen aus dem Darm.

 Jetzt, wo es langsam wärmer wird sollten wir bewusst auf die Vogelmiere achten. Sie wirkt recht unscheinbar und man muss schon genau hinschauen um auf diese Pflanze aufmerksam zu werden. Sie erreicht eine Wuchshöhe bis zu 40 cm, besitzt runde bis eiförmige Blätter, die spitz zulaufen. An den Stängeln befindet sich eine Haarleiste mit feinen weißen Härchen. Kleine weiße Blüten  bedecken die Pflanze. Die Blüte besitzt 5 Blütenblätter, die jeweils in der Mitte – wie ein Herz – eingekerbt sind. Diese Einkerbung erweckt den Eindruck, dass es sich um 10 Blütenblätter handelt.

 

Ich jedenfalls freue mich auf die Vogelmiere und werde mit ihr meinen ersten selbstgemachten Salbenversuch starten.

 

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