Kräuter bei Erkältungen


Die meisten Bronchialerkrankungen lassen sich sehr gut pflanzlich therapieren, hier ist die Auswahl an Pflanzen sehr groß.
Beim Husten sollten wir beachten, so lästig dieser auch ist: Husten nur durch eine Heilung der Atemwege behandeln, keine Hustenstiller!
Der Husten dienst als Indikator, ist er als Symptom beseitigt, haben wir keine oder nur eine schlechte Möglichkeit den Behandlungserfolg zu kontrollieren.
Aber, wie immer, gibt es auch hier eine Ausnahme und zwar akute Atemwegserkrankungen, wo der Husten ein Symptom ist, es aber noch nichts zum Abhusten gibt.

Bei viralen akuten Erkrankungen lassen sich gut Heilpflanzen einsetzen, hier sollte neben der Atemwegsbehandung auch das gesamte Immunsystem gestärkt werden (z.B. Echinacea).

Vielfach führt eine nicht austherapierte akute Entzündung zu einer chronischen Erkrankung.

Es werden folgende Gruppen von Phytotherapeutika in der Behandlung von Atemwegserkrankungen unterteilt:
> Muzilaginosa
> Expektorantia und
> Antitussiva

Muzilaginosa
Diese Pflanzen werden besonders bei akuter entzündlicher Erkrankung eingesetzt. Sie wirken mittels ihrer Schleimstoffe beruhigend auf die Schleimhaut und mildern die Symptome.

Pflanzenbeispiele:
Eibisch (Althaea officinalis)
Eingesetzte Droge: Wurzel (hauptsächlich) und Blätter.
Wichtig: Kaltwasserauszug um nur die Schleimstoffe zu lösen.

Stockrose (Althaea rosea)
Eingesetzte Droge: Blüten

Wilde Malve (Malva silvestris)
Eingesetzte Droge: Blüten und Blätter

Expektoranzien
Diese Pflanzen verflüssigen das dickflüssige Sputum (Auswurf), verbessern die Transportfähigkeit des Schleimes und erleichtern das Abhusten.

Pflanzenbeispiele:
Schlüsselblume (Primula veris)
Eingesetzte Droge: Wurzel

Märzveilchen (Viola odorata)
Eingesetzte Droge: Wurzel

Antitussiva
Hierunter fallen Pflanzen, die mit ihren Wirkstoffen den Hustenreiz unterdrücken. Diese Pflanzen können sowohl im akuten Stadium sowie bei chronischen Erkrankungen eingesetzt werden.

Pflanzenbeispiele:
Echter Thymian (Thymus vulgaris)
Eingesetzte Droge: Kraut
Achtung: das ätherische Öl Thymol wirkt bei zu hoher Dosierung giftig.

Fenchel (Foeniculum vulgare)
Eingesetzte Droge: Frucht
Beim Fenchel ist die auswurffördernde und antibakterizide Wirkung wissenschaftlich untersucht und bestätigt.

Die körpereigene Abwehr ist das beste Mittel gegen eine Erkältung. Der tägliche Spaziergang draußen an der frischen Luft ist genauso hilfreich wie eine gesunde Ernährung und wenig Stress.
Die hier genannten Pflanzen sind Beispiele, es gibt noch einige mehr. Im Frühjahr oder Sommer gepflückt und getrocknet lassen sie sich in den Herbst- und Wintermonaten prima als Tee gegen Erkältungen nutzen.
Dies gilt übrigens für Mensch und Tier, wobei ätherische Öle bei Katzen mit Vorsicht zu genießen sind.

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Hinweis: eine Weiterbildung im Bereich Phytotherapie (Heilpflanzentherapie) für Tiere bieten wir als Emailseminar an, Phytotherapie für den Humanbereich ist in Planung.

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