Vitamin D – ein Plädoyer für die Sonne


Wir alle merken es immer wieder, kaum scheint die Sonne heben sich unsere Stimmung und die Aktivität. Doch immer mehr hört man über die gesundheitlichen Schäden, die die Sonne verursacht. Hautärzte warnen vor direkter Sonneneinstrahlung, diese erhöht das Hautkrebsrisiko.
Ganz früher, bei den Griechen und Römern waren Sonnenbäder reinste Medizin. In neuerer Zeit wurde Tuberkulose mit Sonnenbäder behandelt. Nach Entdeckung des Antibiotikums geriet die Sonnentherapie in Vergessenheit. Das Sonnenbaden wird nur noch als schädlich propagiert.
Dabei brauchen wir die Sonne. Mit Hilfe der Sonne lässt sich Vitamin D vom Körper selber herstellen. Galt lange das Vitamin D als Vitamin für die Knochen (gegen Rachitis), so weiß man heute, dass es noch für viele weitere Vorgänge im Körper nötig ist.
Im Grunde ist Vitamin D überhaupt kein Vitamin, es ist die Vorstufe eines Hormons, welches in der Haut produziert wird – mit Hilfe des Sonnenlichtes.
So ist das Vitamin D neben seiner positiven Wirkung auf die Knochen auch für alle anderen Organe wichtig und trägt zur Steuerung von mehr als 1000 Genen bei.
Es ist beteiligt an der Entstehung und Vermeidung von chronischen Erkrankungen.
Vitamin D3 „überprüft“ das normale Zellwachstum und tötet entartete Zellen ab. 2007 führte Dr. Joan Lappe eine evidenzbasierte Studie durch, die zeigte, dass bei ausreichender Vitamin D Zufuhr das Krebsrisiko sinkt.
Außerdem ist dieses Vitamin ein Sexualhormon, welches aus Cholesterin hergestellt wird.

Nun scheint bei uns im Norden weitaus weniger die Sonne und wir haben auch nicht immer die Möglichkeit unsere Haut von der Sonne bescheinen zu lassen. Ideal wären 20 Minuten Sonnenbad täglich ohne Bekleidung und das wenn die Sonne höher als 45 ° steht, also in der Mittagszeit von 11:00 bis 14:00 Uhr. Das ist exakt die Zeit wo Hautärzte vor dem Sonnenbaden warnen.
Fakt ist, 60-90 % der Bevölkerung hier bei uns haben einen Vitamin D Mangel. Ein Mangel zeigt sich in einer Anfälligkeit für Osteoporose, Diabetes II, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Gewichtzunahme, schwächt das Immunsystems und macht anfälliger für Krebs. Des Weiteren führt ein Mangel auch zu Depressionen, chron. Müdigkeit, prämenstruelles Syndrom, Herzinfarkt, Bluthochdruck und noch einiges mehr.

Vitamin D ist ein kumulierendes Vitamin, das heißt, das was nicht verbraucht wird reichert sich im Körper an. 3 – 4 x in der Woche Sonnenbaden schafft einen Vorrat für die sonnenlose Jahreszeit. Es lässt sich Vitamin D auch als Nahrungsergänzung einnehmen. Im Winter ohne Sonnenlicht benötigen wir 4000 iE pro Tag.
Vitamin D2, das Ergocaziferol findet sich in Pilzen, wie Champignons und Steinpilze.

Wer nun denkt, er legt sich ein paar Minuten in die Mittagssonne und um sich vor den schädigenden Strahlen zu schützen cremt er sich mit Sonnenschutz ein, liegt leider auch hier daneben. Sonnenschutzfaktoren über 15 bewirken genauso viel wie Bekleidung!
Wichtig zur Bildung ist das UVB Licht.
Trotz der tollen Wirkung der Sonne sollte ein Sonnenbrand natürlich vermieden werden. Zu Beginn des Sonnenbadens erst vorsichtig beginnen und noch keine 20 Minuten in der Mittagssonne liegen. Vor allem hellhäutige Menschen sollten hier aufpassen.
Wir sollten von nun an im Sommer die Sonne als ein Energiespender und Gesundheitsförderer sehen.

035

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s