Meine winterliche Kräuterwanderung


Heute habe ich eine kleine Kräuterwanderung nur für mich gemacht. Eine Wanderung zu den noch grünen Wildkräutern und eine Wanderung der Sinne.

Das Wetter ist heute eher so, um im warmen Haus zu bleiben. Regen und Wind sind an der Tagesordnung. Draußen war ich alleine unterwegs, ich glaube jeder, der sein warmes Haus nicht verlassen musste ist im Warmen geblieben. Es war ruhig draußen und für mich ein guter Grund meinen Hörsinn zu trainieren…

Die erste wintergrüne Pflanze, die mir begegnet ist, war das Gänseblümchen. Die Blattrosetten lassen sich wie Feldsalat nutzen, oder wir geben sie mal wieder mit in unser Smoothie. Passend zur Jahreszeit hilft sie uns bei Husten. Das Gänseblümchen hat auch einen Bezug zur Haut. Die kleine Pflanze ist eine wahre Seelenpflanze, sie wächst oft an Stellen, wo sie häufig getreten wird, aber diese kleine zähe Pflanze richtet sich immer wieder auf.

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Bei meinem weiten Gang durch den Wald habe ich mich auf die Geräusche der Natur konzentriert, ganz bewusst darauf geachtet. Durch den Wind war es fast nur das Rauschen  der Blätter an den Eichen. Mein Gang führt mich auf das Feld hinaus, auch hier spielt der Wind mit den Eichenblättern. Wenn ich mich genauer konzentriere höre ich auch das Rascheln der vertrockneten Gräser. Die Eichenblätter sind so laut, dass die zarten Gräser fast nicht zu hören sind. Ein schönes Sinnestraining, was für einen Moment die Welt um mich versinken lässt. Ruhe…Ruhe draußen und Ruhe in mir.

Am Wegesrand steht noch mit kurzen Blättern der Spitzwegerich, auch eine Pflanze, die auch gut gegen Husten wirkt, die sich antibakteriell sehr gut gegen Atemwegserkrankungen einsetzen lässt. In der wärmeren Jahreszeit wäre der Spitzwegerich ein gutes Mittel bei Insektenstichen, da kann ich aus Erfahrung sprechen aber von dieser Seite droht heute keine Gefahr.

Auch den Spitzwegerich können wir noch vorsichtig für unseren Smoothie ernten.

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Neben dem Spitzwegerich finden sich auch noch kleine Blätter der Schafgarbe am Feldrand. Ihr Kraut wirkt krampflösend, blähungshemmend und regt den Fluss der Verdauungssäfte an. Eine Pflanze, die so vielfältig ist. Sie wirkt entzündungshemmend, antibakteriell und wundheilungsfördernd. Sie wird sogar als tumorhemmend beschrieben. Sie hat einen starken Eigengeschmack und ist dadurch etwas vorsichtiger in der Küche einzusetzen. Eine Pflanze die gut unseren Geschmacksinn reizt, aber der ist heute ja nicht dran.

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Als der Regen stärker wurde und durch ihn ein weiteres Geräusch hinzukommt, drehe ich um.

Auf dem Rückweg finde ich dann noch den Löwenzahn, eine wundervolle Heilpflanze. Durch seine Bitterstoffe regt er die Verdauung an und er schafft es Giftstoffe im Körper zu binden. Ich freue mich auf das Frühjahr mit seinen gelben Löwenzahnblüten…überhaupt kann ich die grüne Jahreszeit kaum erwarten, aber ich gönne der Natur noch ihre erholsame Ruhe.

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Für heute war es das, ich werde in den nächsten Tagen wieder losziehen auf der Suche nach noch nutzbaren Wildkräutern und gleichzeitig zum Trainieren meiner Sinne.

Ach, eines noch, bitte erntet die wintergrünen Wildkräuter sehr sparsam und schonend, damit wir weiterhin etwas von ihnen haben.

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